Multimomentstudien decken organisatorische Schwächen auf
Häufig ist unklar, ob wirklich Personal fehlt – oder ob verfügbare Arbeitszeit durch Warten, Suchen, Wege, Rüsten, Störungen und Abstimmung gebunden wird. Vermutete Engpässe lassen sich mit dem Bauchgefühl nicht belegen. Die Multimomentstudie erfasst über viele kurze Beobachtungen, wie sich Arbeitszeit im Betrieb tatsächlich verteilt. So werden organisatorische Schwächen sichtbar, die im Tagesgeschäft oft verborgen bleiben. Multimomentstudien decken damit genau die Verlustquellen auf, die in Kennzahlen und Schichtberichten nicht auftauchen. Jede einzelne Multimomentaufnahme wird nach REFA-Vorgehen erfasst; ein ausreichender Stichprobenumfang sichert dabei statistisch belastbare Ergebnisse. Eine Multimomentstudie kann geeignet sein, wenn Sie vermuten, dass in mehreren Bereichen oder Schichten Zeit verloren geht, aber nicht wissen, wie sich die Zeitanteile verteilen.
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Fragen, die vor der Studie im Raum stehen
Multimomentaufnahme: So läuft die Erhebung ab
Was am Ende vorliegt
Wofür die Ergebnisse genutzt werden
Von der Ausgangslage bis zur Umsetzung
Für wen und für welche Bereiche
Verantwortliche
Einsatzbereiche
Praxisbeispiele aus Multimomentstudien
Über mehrere Beobachtungstage und mehr als 12 Ablaufarten wurde der Engpass in der Verpackung sichtbar gemacht.
Beispiel Montage und Verpackung ansehenAn mehr als 9 Beobachtungstagen und über 100 Messpunkten wurden mehrere Szenarien miteinander verglichen.
Beispiel Automatisierungsentscheidung ansehenMultimomentstudie mit 3.928 Notierungen aus 54 Rundgängen: 69,1 % produktive Beobachtungen, 18,9 % nicht besetzte Arbeitsplätze, 9,8 % Warten, Pause oder Unterbrechung. Die Werte sind Analysebefunde, keine nachgewiesene Maßnahmenwirkung.
Beispiel Gießerei ansehenMultimomentstudie an 11 Maschinengruppen und 7 Mitarbeitern über 50 Rundgänge: 55,3 % produktive Beobachtungen bei den Betriebsmitteln, 92,9 % bei den Mitarbeitern. Wären nur rund 70 % der 11 Maschinen im Einsatz, könnte ein Wickler entfallen; bei voller Belegung bleiben 4 Wickler plus Pausenspringer nötig. Die Werte sind Analysebefunde, keine nachgewiesene Maßnahmenwirkung.
Beispiel Kunststoffverarbeitung ansehenMultimomentstudie mit 140 Beobachtungen in 20 Rundgängen: Produktivanteil 72,9 %, Besetzungsquote 75,7 %. Der scheinbare Leerlauf war überwiegend Nichtbesetzung. Analysebefund, keine nachgewiesene Maßnahmenwirkung.
Alle Praxisbeispiele ansehen →Ich begleite Ihr Projekt persönlich – von der ersten Klärung bis zur Auswertung und, wenn gewünscht, bis in die Umsetzung. In mehr als 30 Jahren aus Produktion, Führung und Beratung habe ich gelernt, dass Zahlen erst dann weiterhelfen, wenn sie zu klaren Entscheidungen führen.
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