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Praxisbeispiele

Praxisbeispiele aus Produktion und Logistik

Die folgenden anonymisierten Projektsituationen zeigen, wie Zeitstudien, Multimomentstudien und Prozessanalysen zu belastbaren Entscheidungen und umsetzbaren Maßnahmen führen.

So sind die Beispiele zu lesen

Anonymisiert, verallgemeinert und trotzdem aussagekräftig

Die hier gezeigten Beispiele beschreiben reale Projektsituationen, sind aber bewusst anonymisiert und verallgemeinert. Namen von Unternehmen, Standorten und Personen bleiben außen vor, und einzelne Details sind so zusammengefasst, dass keine Rückschlüsse auf konkrete Betriebe möglich sind. Vertraulichkeit ist die Grundlage jeder Zusammenarbeit – deshalb steht die Methode im Vordergrund, nicht der Einzelfall.

Auf konkrete Kennzahlen, Prozentwerte oder benannte Ergebnisse wird bewusst verzichtet, weil diese ohne den jeweiligen betrieblichen Kontext leicht missverständlich sind. Beschrieben wird stattdessen, wie eine Fragestellung entsteht, mit welcher Methode sie bearbeitet wird und welche Art von Erkenntnis daraus folgt.

Entscheiderinnen und Entscheider lesen die Beispiele am besten entlang der eigenen Ausgangslage: Welche Frage steht bei uns im Raum? Welche Situation ähnelt der beschriebenen? So lässt sich einschätzen, welche Vorgehensweise auch im eigenen Betrieb zu einer belastbaren Entscheidungsgrundlage führen könnte.

Drei Projektsituationen

Praxisbeispiele im Überblick

BrancheSerienfertigung
AusgangssituationIn der Serienfertigung wurden Vorgabezeiten in Frage gestellt, weil Kalkulation und tatsächlicher Ablauf auseinanderliefen. Diskussionen um Kapazität und Auslastung beruhten eher auf Erfahrungswerten als auf gemessenen Daten.
MethodeREFA-orientierte Zeitstudien mit Leistungsgradbeurteilung
Wichtigste ErkenntnisEin wesentlicher Teil der Streuung entstand nicht in der Haupt-, sondern in Rüst- und Nebenzeiten. Erst die getrennte Betrachtung machte sichtbar, welche Zeitanteile beeinflussbar sind.
ErgebnisNachvollziehbar hergeleitete Vorgabezeiten als gemeinsame Kalkulations- und Planungsbasis – ohne pauschale Zu- oder Abschläge.
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BrancheProduktion / Fertigung
AusgangssituationVor einer Investition stand die Frage, ob ein manueller Arbeitsplatz automatisiert werden sollte. Die Entscheidung drohte auf Basis von Annahmen statt auf Basis des tatsächlichen Ablaufs getroffen zu werden.
MethodeZeit- und Prozessanalyse als Entscheidungsgrundlage
Wichtigste ErkenntnisEin Teil der manuellen Tätigkeit ließ sich bereits durch organisatorische Änderungen verbessern. Damit veränderte sich die Ausgangsbasis, an der eine Automatisierung zu messen ist.
ErgebnisEine sachliche Entscheidungsgrundlage, die Automatisierung und organisatorische Optimierung vergleichbar macht – statt einer Bauchentscheidung.
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BrancheMontage und Verpackung
AusgangssituationAn mehreren Arbeitsplätzen in Montage und Verpackung war unklar, wie sich die Tätigkeiten über den Tag verteilen. Eine durchgängige Zeitaufnahme aller Plätze wäre unverhältnismäßig aufwendig gewesen.
MethodeMultimomentstudie (Stichprobenverfahren)
Wichtigste ErkenntnisEin relevanter Anteil der Arbeitszeit entfiel auf Warten, Wege und Suchen. Diese Anteile waren im Alltag kaum sichtbar, weil sie über viele kurze Momente verteilt auftraten.
ErgebnisKonkrete Ansatzpunkte für Materialbereitstellung und Arbeitsplatzlayout, abgeleitet aus einer statistisch abgesicherten Beobachtung.
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Gemeinsamkeiten

Was die Beispiele gemeinsam haben

Objektive Ausgangsbasis

Am Anfang steht keine Vermutung, sondern eine dokumentierte Beobachtung des tatsächlichen Ablaufs. Diskussionen bekommen damit eine gemeinsame, nachprüfbare Grundlage.

Ursachen statt Annahmen

Analysiert wird, warum Zeiten entstehen – nicht nur, dass sie entstehen. Erst die Trennung von Symptom und Ursache macht Verbesserungen wirksam.

Nachvollziehbare Bewertung

Jede Aussage lässt sich bis zur Erhebung zurückverfolgen. So bleibt die Bewertung für Beteiligte prüfbar und ist auch gegenüber Gremien belastbar.

Priorisierte Maßnahmen

Nicht alles gleichzeitig: Maßnahmen werden nach Wirkung und Aufwand geordnet, sodass die relevanten Hebel zuerst angegangen werden.

Betriebliche Umsetzbarkeit

Empfehlungen berücksichtigen den laufenden Betrieb. Sie sind so gefasst, dass sie im realen Arbeitsalltag umgesetzt werden können.

Methodenwahl

Welche Methode passt zur Fragestellung?

Die Wahl der Methode hängt von der Frage ab, die beantwortet werden soll – nicht umgekehrt. Drei Ansätze decken die häufigsten Ausgangslagen ab.

Zeitstudie

Wie lange dauert ein Ablauf tatsächlich?

Eine Zeitstudie erfasst einzelne Arbeitsabläufe detailliert und trennt Haupt-, Neben- und Rüstzeiten. Sie eignet sich, wenn belastbare Vorgabezeiten, Kalkulationsgrundlagen oder ein genaues Verständnis eines definierten Arbeitsplatzes gefragt sind.

Multimomentstudie

Wie verteilt sich Arbeitszeit über viele Plätze?

Die Multimomentstudie ermittelt über Stichproben, welche Tätigkeitsarten in welchem Umfang auftreten. Sie ist sinnvoll, wenn mehrere Arbeitsplätze oder längere Zeiträume betrachtet werden sollen und eine durchgehende Aufnahme unverhältnismäßig wäre.

Prozess- und Produktivitätsanalyse

Wo entstehen Verluste im Gesamtablauf?

Die Prozess- und Produktivitätsanalyse betrachtet den Ablauf über einzelne Arbeitsplätze hinaus. Sie hilft, Schnittstellen, Warte- und Liegezeiten sowie organisatorische Verluste im Zusammenhang zu erkennen und Ansatzpunkte zu priorisieren.

Eigene Ausgangssituation unverbindlich besprechen

Sie erkennen Ihre eigene Fragestellung in einem der Beispiele wieder? In einem kurzen Gespräch klären wir, welche Methode zu Ihrer Ausgangssituation passt und wie eine belastbare Grundlage für Ihre Entscheidung entstehen kann.

Ihre Anfrage

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Lassen Sie uns Ihr konkretes Produktivitätsproblem besprechen.

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Als Beratung, die als TOP CONSULTANT 2026 ausgezeichnet wurde, unterstützt Oschatz Consulting Unternehmen dabei, Prozesse messbar zu analysieren, belastbare Entscheidungsgrundlagen zu schaffen und konkrete Verbesserungen umzusetzen.

Beschreiben Sie kurz Ihre Ausgangssituation. Ich melde mich persönlich bei Ihnen und bespreche, welche Untersuchungsmethode und welcher nächste Schritt sinnvoll sein könnten.

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Andreas OschatzOschatz Consulting GmbH

Persönliche Rückmeldung durch Andreas Oschatz. Keine Weitergabe Ihrer Daten. Keine Verpflichtung.

Andreas Oschatz

Oschatz Consulting GmbH

Unternehmensberater für Produktivität, Zeitwirtschaft und Prozessverbesserung

  • REFA-orientierte Zeitstudien und Multimomentstudien
  • Analyse von Personalbedarf, Kapazitäten und Verlustzeiten
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