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FACHBEITRAG · ZEITWIRTSCHAFT

Wie lange dauert eine REFA-Zeitstudie?

Wie lange eine REFA-Zeitstudie dauert, hängt von Umfang, Ablaufkomplexität und Zielsetzung ab. Dieser Beitrag erklärt, welche Phasen eine Zeitstudie durchläuft und wie lange Sie realistisch einplanen sollten.

Ein stabiler, wiederholbarer Ablauf lässt sich schneller belastbar erfassen als ein variantenreicher Prozess über mehrere Schichten.

Nach Zielklärung und Ablaufaufnahme folgen repräsentative Messungen, Auswertung, Plausibilisierung und Ergebnisfreigabe.

Kurz gesagt: Die Dauer einer REFA-Zeitstudie richtet sich nach Umfang, Streuung und Variantenvielfalt, nicht nach einer festen Tageszahl. Mit klarer Vorbereitung lässt sich die Projektlaufzeit spürbar planbarer machen.

Mehr dazu im Beitrag: Was kostet eine Zeitstudie?

Autor: Andreas Oschatz, Oschatz Consulting GmbH – Unternehmensberatung für Produktivität, Zeitwirtschaft und Prozessverbesserung. Stand: September 2026.

Ablauf

Die Phasen einer Zeitstudie

Eine Zeitstudie läuft in typischen Phasen ab, die unterschiedlich viel Zeit brauchen.

1. Zielklärung und Abstimmung
Was wird untersucht, wofür werden die Ergebnisse gebraucht, wo beginnt und endet der Ablauf? Führungskräfte, Beschäftigte und Betriebsrat werden vorab einbezogen.
2. Aufnahme am Arbeitsplatz
Messungen im laufenden Betrieb, so oft wiederholt, dass Streuung und Störungen abgebildet sind.
3. Auswertung und Plausibilisierung
Zeitarten, Zuschläge und Einflussgrößen werden aufbereitet und geprüft.
4. Ergebnisbesprechung
Befund und Handlungsfelder werden mit den Beteiligten durchgegangen.

Wie lange Ihr konkretes Projekt dauert, zeigt die Abgrenzung im Rahmen einer professionellen REFA-Zeitstudie, nicht eine pauschale Tageszahl.

ZEITSTUDIEN

Wovon die Dauer einer REFA-Zeitstudie abhängt

Beobachtungszeit, Beratungsaufwand und Kalenderlaufzeit sind verschiedene Größen. Zur Aufnahme am Arbeitsplatz kommen Vorbereitung, Auswertung, Dokumentation und Abstimmung. Liegen repräsentative Produkte oder Schichten zeitlich auseinander, kann ein Projekt mit wenigen Beratertagen über mehrere Kalenderwochen laufen. Entscheidend sind Ziel, Varianten, Zykluslänge, Streuung und die benötigte Aussagegenauigkeit. Einen belastbaren Zeitplan vereinbaren wir nach der Abgrenzung des Untersuchungsumfangs und dem Abgleich mit Ihrer Produktionsplanung.

Ablauf und Messumfang
Zahl und Länge der Ablaufabschnitte sowie die erforderlichen Wiederholungen bestimmen die Beobachtungszeit.
Streuung und Störungen
Schwankende Einzelzeiten und Störanteile erfordern mehr Beobachtungen für belastbare Ergebnisse.
Varianten und Schichten
Produktmix, Losgrößen und Schichtunterschiede müssen repräsentativ berücksichtigt werden.
Prüfung und Freigabe
Auswertung, Plausibilisierung, Dokumentation und Ergebnisabstimmung sind feste Projektbestandteile.
Beispielhafter Ablauf eines kleinen Piloten
Illustration, keine Terminzusage: In Woche 1 werden Ziel, Abläufe und Beobachtungstermine abgestimmt. In Woche 2 erfolgen die vereinbarten Aufnahmen, sofern die benötigten Varianten laufen. Anschließend werden die Daten ausgewertet und die Ergebnisse gemeinsam besprochen. Fehlen repräsentative Abläufe oder zeigt sich zusätzlicher Messbedarf, wird der Zeitplan angepaßt.

Die methodischen Schritte und Ergebnisse einer REFA-Zeitstudie werden auf der Leistungsseite erläutert.

Planbarkeit

So bleibt die Projektdauer planbar

Sie beeinflussen die Dauer vor allem mit der Vorbereitung. Eine kürzere Laufzeit darf dabei nicht auf Kosten der Aussagekraft gehen: Ist der Messumfang zu klein, sind die Werte für Kalkulation oder Personalplanung nicht belastbar. Wie viele Beobachtungen nötig sind, wird deshalb im Einzelfall festgelegt.

Ablauf vorab beschreiben
Eine kurze Beschreibung des Ablaufs und der Produktvarianten vorab spart später Abstimmungsschleifen.
Fester Ansprechpartner
Eine feste Ansprechperson im Bereich klärt Rückfragen schnell und hält die Messung im Zeitplan.
Betriebsrat früh einbinden
Wer den Betriebsrat frühzeitig informiert, vermeidet Verzögerungen und schafft Akzeptanz bei den Beteiligten.
Repräsentative Auswahl
Gemeinsam wird festgelegt, welche Produkte und Schichten repräsentativ sind. So entstehen belastbare Werte ohne unnötige Messtage.

Wie eine solche Untersuchung im Detail abläuft, beschreibt die Leistungsseite zu REFA-Zeitstudie.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Dauer einer Zeitstudie

Die Fragen, die vor dem Start am häufigsten gestellt werden.

Kann man die Dauer pauschal angeben?
Nein. Die Dauer hängt von Umfang, Streuung und Variantenvielfalt ab. Seriös ist eine Einschätzung nach der Abgrenzung des Untersuchungsumfangs, nicht vorab nach Tagen.
Wird der laufende Betrieb unterbrochen?
Die Aufnahmen werden möglichst im laufenden Betrieb durchgeführt. Für Einweisung, Ablaufabgrenzung und Rückfragen kann die Mitwirkung Ihrer Beschäftigten erforderlich sein. Beobachtungsplätze, Arbeitssicherheit und mögliche kurze Abstimmungen werden vorab geklärt. Eine vollständig unterbrechungsfreie Durchführung läßt sich nicht für jeden Ablauf zusagen.
Wer muss in das Projekt eingebunden werden?
Führungskräfte des Bereichs, die betroffenen Beschäftigten und der Betriebsrat. Eine frühe Abstimmung beschleunigt das Projekt, weil später weniger Rückfragen entstehen.
Wie lange dauert es von der Anfrage bis zum Start?
Nach Erstgespräch und Abgrenzung des Untersuchungsumfangs stimmen wir Aufwand und Termine ab. Der Start hängt von beiderseitiger Verfügbarkeit, Ihrer Produktions- und Schichtplanung sowie den erforderlichen betrieblichen Abstimmungen ab. Ein Starttermin wird erst nach dieser Klärung und der Beauftragung verbindlich vereinbart.

Weitere Antworten zum Vorgehen finden Sie auf der Leistungsseite zu REFA-Zeitstudie.

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Andreas Oschatz

Oschatz Consulting GmbH

Unternehmensberater für Produktivität, Zeitwirtschaft und Prozessverbesserung

  • REFA-orientierte Zeitstudien und Multimomentstudien
  • Analyse von Personalbedarf, Kapazitäten und Verlustzeiten
  • Belastbare Plan- und Vorgabezeiten
  • Maßnahmenplanung und Umsetzungsbegleitung
  • Persönlich, methodisch fundiert und praxisorientiert
  • Direkter Kontakt: +49 172 745 94 48
Standorte:Königsbach-Stein und Berlin

Beratung für Unternehmen in der DACH-Region